Take A Seat kehrt zurück!
Das Gesprächsformat befasst sich mit Diskursen, Prozessen und Anliegen von Fotograf:nnen und Künstler:innen, die mit dem Medium Fotografie arbeiten. Es widmet sich dem Versuch, einen “Braver Space” zu öffnen, der mit Fragen aus dem Publikum belebt wird, um interdisziplinäre und intersektionale Perspektiven aus der Szene und ihren Nachbarschaften näherzubringen.
Take A Seat geht dieses Frühjahr auf die Dimension des Raumes ein: Wo können Künstler:innen arbeiten? Für wessen Position wird Raum gemacht? Flankiert werden diese dringenden Fragen von den Studio Visits, die fünf Künstler:innen vorstellen, die in Köln arbeiten und wirken.
Die kommenden Termine:
- 21. Juni 2026: CO³ e.V. – cologne contemporary concept, Thürmchenswall 66, 50668 Köln
Räume für Fotografie - be the place?
Sonntag, 21. Juni, CO³ e.V.
📆Sonntag, 21. Juni 2026
🕔17:00 – 18:00 Uhr (Einlass ab 16:30 Uhr)
📍CO³ e.V., Thürmchenswall 66, 50668 Köln
anschließend
🥪🍴🧃Gemeinsamer Potluck und Cyanotypie Experimente auf Textilien
🕢18:00 – 20:30 Uhr (offen ab 17:30 Uhr)
📍Lunch Cube, Ebertplatz, 50668 Köln
Eintritt frei.
Im Juni schließen wir die Veranstaltungsreihe Take A Seat für dieses Frühjahr ab und einladen euch ein zusammen zu kommen. Das Gesprächsformat von Take A Seat wird danach in einen kulinarischen Austausch fließen: Zusammen mit Lunch Cube vom Ebertplatz.
Zuerst sind wir zu Gast im CO³ e.V., und sprechen mit Heidi Pfohl (sie/ihr), Willi Andrick (er/ihn) und Heide Häusler (sie/ihr) über Räume für Fotografie - in Köln!
Welche Vorteile bringen temporäre Räume und Interventionen in der Stadt mit?
Wie wird Fotografie sichtbar im Stadtraum - bedingt durch Architektur und Zeitlichkeit?
Was brauchen langfristige freie Raumprojekte für Arbeitskulturen, Teilhabe und Nachwuchs?
Welche Werte entwickeln freie Räume für Fotografie?
Fotograf:innen, Neugierige, Kulturschaffende, Kurator:innen und alle, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen (möchten), sind herzlich eingeladen.
Moderation: G. Kühnhardt Alvarez (dey/deren)
Im Anschluss spazieren wir zum gemeinsamen Blue Potluck-Dinner am Ebertplatz, um den längsten Tag des Jahres ausklingen zu lassen. Potluck bedeutet, dass jede Person, ein selbstgemachtes Gericht oder eine Zutat mit an den Tisch bringt. Der Lunch Cube, backt für alle Focaccia und für den Potluck sind sowohl passende Beilagen und Aufstriche willkommen als auch andere Gerichte und Leckereien die sich bequem mitbringen lassen.
Parallel aktivieren Corinne Riepert (sie/ihr), Lilli Weinstein (sie/ihr) und G. Kühnhardt Alvarez das “Blue”- mit kollektiven Cyanotypien mitzuwirken und den Abend auf diese Weise künstlerisch festzuhalten. Die Cyanotypien werden Grundmaterial einer Picknick-Decke für ein weiteres Beisammensein im Rahmen von AIC ON 11 (Ende August).
Während der Veranstaltung werden Foto- und Videoaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit gemacht.
Informationen zur Zugänglichkeit im CO³ e.V: Kein stufenloser Zugang, es wird eine Rampe zur Verfügung gestellt. Die Toilette ist nicht barrierefrei. Für Rückfragen und/oder individuelle Bedarfe sprecht uns gerne via DM oder E-Mail (awareness@photoszene.de) an.
Heide Häusler
Heide Häusler ist Kunsthistorikerin mit dem Schwerpunkt Fotografie und zeitgenössische Kunst und lebt und arbeitet (meistens) in Köln. Als Kuratorin und Ausstellungsmanagerin hat sie u.a. für das Museum für Angewandte Kunst in Köln, das Stadtmuseum in Düsseldorf und die Schirn Kunsthalle in Frankfurt gearbeitet. Von 2009-2016 war sie Ausstellungsleiterin des Fotofestivals Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg (jetzt Biennale für aktuelle Fotografie). Zuletzt kuratierte sie die Ausstellung "Next Generations" und "From A to B" im Museum Morsbroich in Leverkusen. Seit 2013 verantwortet sie die Geschäftsführung der Photoszene Köln und legt gemeinsam mit dem Team die Grundausrichtung und Aktivitäten fest.
Heidi Pfohl
Heidi Pfohl ist Fotografin, Medienkünstlerin und Redakteurin. Nach einer Ausbildung zur Fotografin, studierte sie an der Kunsthochschule für Medien Köln, wo sie – nach Stationen an den Universitäten Hildesheim und Bonn – mittlerweile in der Fächergruppe Kunst- und Medienwissenschaften tätig ist. Parallel dazu arbeitet sie als freie Fotografin, Medienkünstlerin und Redakteurin u.a. für die Videonale Bonn und die Art Initiatives Cologne, und gibt Workshops zur Fotografie. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit Konstellationen institutioneller Räume sowie deren Transformationsprozessen und interessiert sich dabei ebenso für die Theoriegeschichte der Fotografie wie auch für die Umbrüche analoger und digitaler Medien.
Willi Andrick
Willi Andrick (er/ihn) Filmemacher, Autor, Fotograf, Kurator. Magisterstudium Philosophie und Literaturwissenschaft in Leipzig, Potsdam und Berlin; Studium des kollektiv orientierten MA-Studiengangs Film (Schwerpunkt Regie) in Köln. Promotion an der FU Berlin (Form - Reaktion - Emotion: Lev Vygotskijs Wirkungsästhetik). Text und Bild werden als Storytelling in Spiel- und Dokumentarfilm, in Essays und Fotoreihen verschränkt. Themen seiner Fotografien sind Arbeit, Konsum, Werbung, KI. Ihn interessiert, ob Menschen so werden wie Maschinen, weniger, ob Maschinen so werden wie Menschen. Was macht das Maschinelle mit Affekten und Wahrnehmung? Und was kann ein Kunstraum sein als ein Ort jenseits von Formatierung?
Räume für Fotografie - Better together
Samstag, 30. Mai, Q18 - Quartier am Hafen
📆Samstag, 30. Mai 2026
🕢18:00 – 19:30 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr)
📍Q18 Quartier am Hafen, Poller Kirchweg 78-90, 51105 Köln
Eintritt frei
Im Mai laden wir euch ein, zusammen mit Havîn Al-Sîndy (sie/ihr), Samson Grzybek (keine) und Han Vogel (dey/er) am Tisch Platz zu nehmen und über Kollektivität zu sprechen.
Take A Seat ist diesmal eingebettet in eine Präsentation zwischen Ausstellung und Atelier - “Call for local artists”. Dieses temporäre Kollektiv entstand aus dem Studio Visits-Open Call im März und April 2026, den die Photoszene Köln in Kooperation mit eye got space ausgeschrieben hat.
Gibt es Unterschiede zwischen geplanter und gelebter Kollektivität?
Sind nachhaltige Konstellationen und Verantwortlichkeiten möglich?
Welche Räume sind sinnvoll für kollektive Prozesse?
Was, wenn jene scheitern?
Fotograf:innen, Neugierige, Kulturschaffende, Kurator:innen und alle, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen (möchten), sind herzlich eingeladen.
Moderation: G. Kühnhardt Alvarez (dey/deren)
Während der Veranstaltung werden Foto- und Videoaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit gemacht.
Informationen zur Zugänglichkeit im Quartier am Hafen: stufenloser Zugang ins Q18 und stufenlose Toilette vorhanden. Ort weitgehend barrierefrei für Rollstuhlnutzende. Die Toilette ist nicht rollstuhlgerecht. Für Rückfragen und/oder individuelle Bedarfe sprecht uns gerne via DM oder E-Mail (awareness@photoszene.de) an.
Samson Grzybek
Samson Grzybek (ohne Pronomen) bewegt sich an der Schnittstelle von aktivistischer Praxis, Schreiben und Organisationsaufbau. Nach dem Studium der Geschichte und Archäologie folgte ein Wechsel ins digitale Marketing – und schließlich der Schritt zu etwas Eigenem: Queermed Deutschland.
Queermed unterstützt Patient*innen dabei, respektvolle, medizinische Anlaufstellen zu finden, und arbeitet mit Praxen, Hochschulen, NGOs uvm. zusammen. Samson berät zu Awareness, Gender Medicine und inklusiver Kommunikation, hält Vorträge und Workshops.
Als Autor*in schreibt Samson über Gesundheitsrealitäten, Herkunft und Klasse, Trauma und Empathie. Aktuell entsteht ein Buch über Trauer.
Im Podcast „Trauerschatten“ spricht Samson mit Gäst*innen über Trauer und unterschiedliche Arten von Verlust.
Han Vogel
Han Vogel (dey/er) ist Künstler*in und Kurator*in aus Berlin. Dey versteht die eigene Arbeit als Erweiterung des Selbst – geprägt vom Kollektiven, von eigenen Erlebnissen und denen anderer. Dabei setzt Han sich mit queeren Sichtbarkeiten, Identitäten, Körpern, Machtstrukturen und Multiperspektivität auseinander. Han ist Teil des Teams von Gaze — der queere Photoaward, wo dey das Projekt insbesondere im kuratorischen Bereich begleitet.
Räume für Fotografie - analoge und digitale Medien
Samstag, 18. April, eye got space
Im April laden wir euch ein, über digitale und analoge Medien als Raum für Fotografie zu sprechen. Zusammen mit Aslı Özçelik und Joshua Kern vom Eigensinn Verlag und D. M. Terblanche nehmen wir am Tisch Platz.
📆Samstag, den 18. April 2026
🕢18:00 – 19:30 Uhr (Einlass ab 17:30)
📍eye got space, Herwarthstraße 3, 50672 Köln
Was passiert auf dem Weg des Self-publishing? Wie können analoge und digitale Medien Fotograf:innen als Arbeitsraum unterstützen, ohne dass sie Zeit überbeanspruchen? Welche Geschichten über Zusammenarbeit können weitergegeben werden? Welche Rolle spielt das Timing bei der Veröffentlichung von Fotografien?
Fotograf:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende und alle, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen (möchten), sind herzlich eingeladen. Im Anschluss lädt das Team von eye got space zu einem Ausklang an ihrer Bar ein.
Moderation: G. Kühnhardt Alvarez
Während der Veranstaltung werden Foto- und Videoaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit gemacht.