Welche Zukünfte und Formen des Sichtbaren eröffnet Nichtwissen?
Im Zentrum steht die Frage, welche Formen des Denkens, Wahrnehmens und Zusammenlebens sichtbar werden, wenn vermeintlich gesichertes Wissen instabil wird. Fotografie erscheint dabei nicht nur als dokumentarisches Medium, sondern als Teil technologischer, ökologischer und sozialer Systeme, die Vorstellungen von Realität, Zukunft und Wahrheit prägen. Diskutiert werden spekulative und experimentelle Ansätze, die mit Unsicherheit, Komplexität und Nichtvorhersagbarkeit arbeiten und neue Beziehungen zwischen Mensch, Technologie, Umwelt und Bild entwerfen. Nichtwissen erscheint dabei nicht als Mangel, sondern als Voraussetzung für neue Perspektiven, Handlungsspielräume und Formen der Weltbeziehung. 660