Wie arbeitet Fotografie mit Nichtwissen?
Im Zentrum stehen künstlerische und forschende Verfahren, die Nichtwissen produktiv machen. Verhandelt werden Formen des Versuchens, Offenhaltens, Montierens und Löschens. So stellt sich die Frage, ob Fotografie Wissen erzeugt oder ob ihre besondere Kraft gerade darin liegt, Unsicherheit, Ambivalenz und Nichtverfügbarkeit sichtbar und bearbeitbar zu machen. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf die Praktiken der Fotografie, sondern auch auf die Praktiken ihrer Vermittlung: Welche Wissensordnungen und Hierarchien prägen die fotografische Ausbildung? Wie lassen sich Lehrsituationen denken, in denen Autorität, Expertise und institutionelle Gewissheiten selbst zur Disposition stehen?