Was wird in Bildern und Archiven sichtbar — und was bleibt unzugänglich/verborgen?
Im Mittelpunkt stehen Bilder als Zeugnisse von Erinnerung, Verlust und Überlieferung. Es geht um Ausschlüsse in Institutionen, Archiven und Kanonbildungen, um die Behauptung von Neutralität sowie die politische Autorität von Sammlungen: Wann gelten Bilder als glaubwürdig, dokumentarisch oder evidenzfähig – und wann nicht? Zugleich rücken künstlerische, archivische und gegenarchivische Praktiken in den Blick, die mit Fragmenten, Lücken und beschädigten Überlieferungen arbeiten und neue Lesarten eröffnen. Nichtwissen erscheint dabei nicht nur als Folge von Macht und Auslöschung, sondern auch als Ausgangspunkt für Widerspruch, Gegenerzählung und Neuverhandlung.