Fotobuch-Quartett+

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© Silviu Guiman, Erik Kessels zu Gast beim Fotobuchquartett im Rahmen des Festivals

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© Frauke Stärk

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© REM Carolin Breckle

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© Nadine Preiß

Die Fotografie gilt als Leitmedium unserer Zeit. Doch es gibt kaum eine Diskussions- und Streitkultur ÜBER die Fotografie, wie es in der Literatur, der Musik, dem Film oder dem Theater selbstverständlich ist. Angelehnt an das „Literarische Quartett“ besprechen Damian Zimmermann und Nadine Preiß (beide Photoszene), Markus Schaden (The PhotoBookMuseum), Wolfgang Zurborn (Lichtblick School), Oliver Rausch und Frank Dürrach (beide Fotoakademie-Koeln) sowie ein wechselnder Gast live und vor Publikum vier Fotobücher und diskutieren sich mal liebevoll und wohlwollend, mal gemein und bösartig die Köpfe heiß. Die Veranstaltungen werden von FotoTV aufgezeichnet und anschließend online gestellt. Das Fotobuch-Quartett+ ist ein Format der Internationalen Photoszene Köln, die erste Veranstaltung fand im Rahmen des Photoszene-Festivals 2014 im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) statt, danach war das Fotobuch-Quartett+ zu Gast in den Kunsträumen der Michael-Horbach-Stiftung, im Forum für Fotografie, im Zephyr in Mannheim und während der Cologne Art Book Fair 2015. Gäste der bisherigen Ausgaben waren Renate Gruber, Claudia Dichter, Alexa Becker, Katja Stuke, Thekla Ehling, Erik Kessels und Bettina Flitner.

 

Das nächste Fotobuch-Quartett+

Das nächste Fotobuch-Quartett+ findet am Freitag, 22. Mai 2020, im großen Saal des Komed, Im Mediapark 7, im Rahmen der Eröffnung des nächsten Photoszene-Festivals statt.
 
Beginn des Fotobuch-Quartetts ist etwa um 20 Uhr, Beginn des Festivaleröffnung ist bereits um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
 
Dieses Mal sprechen und streiten Nadine Preiß und Damian Zimmermann (beide Photoszene), Frank Dürrach und Oliver Rausch (beide Fotoakademie-Koeln) sowie unser Gast Celina Lunsford (Fotografie Forum Frankfurt)
 
 
 

Das Fotobuch-Quartett als Video+

Sie konnten bei einer Veranstaltung des Fotobuch-Quartetts nicht dabei sein? Das ist sehr schade, aber als Trost haben wir einige Fotobuch-Besprechungen aufgezeichnet. Klicken Sie hier.

 

Das Fotobuch-Quartett: "Im Keller" von Ulrich Seidl from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

Für die vierte und letzte Diskussion des Fotobuch-Quartetts während des Photoszene-Festivals 2019 hat unser Gast, die Kölner Fotografin Bettina Flitner, das Buch "Im Keller" des österreichischen Filmemachers Ulrich Seidl mitgebracht. Das Buch basiert auf dem gleichnamigen Dokumentarfilm aus dem Jahr 2014 und es besteht nur aus Filmstills. Das liegt auf der einen Seite sehr nahe, weil weite Strecken des Films fast fotografisch funktionoeren, da sie aus langen, unbewegten Kameraeinstellungen bestehen - und genau deshalb fragen sich die Teilnehmer Wolfgang Zurborn, Oliver Rausch, Frank Dürrach und Damian Zimmermann, ob das Buch den Film auf eine weitere Ebene bringt und ob das Buch auch dann funktioniert, wenn man den Film nicht gesehen hat - oder vielleicht sogar nur dann.


Das Fotobuch-Quartett: "Human Nature" von Lucas Foglia from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

Während des Photoszene-Festivals 2019 diskutierten Frank Dürrach, Oliver Rausch, Damian Zimmermann und Wolfgang Zurborn gemeinsam mit ihrem Gast, der Kölner Fotografin Bettina Flitner, über das neue Buch "Human Nature" des amerikanischen Fotografen Lucas Foglia.


Das Fotobuch-Quartett: "Traces" von Weronika Gesicka from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

In ihrem Buch "Traces" versammelt die polnische Künstlerin Weronika Gesicka manipulierte Fotografien. Diese Bilder stammen überwiegend aus den USA der 1950er Jahre und zeigen Familienidyllen, die Gesicka mit Photoshop bearbeitet und verfremdet hat, so dass neue, teilweise surreale Momente entstehen.


Das Fotobuch-Quartett: "Migration as Avant-Garde" von Michael Danner from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

Das Fotobuch-Quartett hat sich mal wieder getroffen. Dieses Mal im Rahmen des Photoszene-Festivals 2019 und mit der Fotografin Bettina Flitner als Gast. Gemeinsam besprechen sie das Buch "Migration as Avant-Garde" von Michael Danner.


Das Fotobuch-Quartett: “The Island of the Colorblind" von Sanne de Wilde from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

"The Island of the Colorblind" der Belgierin Sanne de Wilde handelt von dem kleinen Atoll Pingelap im Pazifischen Ozean, das im 18. Jahrhundert von einem schweren Taifun verwüstet wurde. Einer der wenigen Überlebenden war der König, der zugleich Träger des seltenen Achromatopsie-Gens war, das eine komplette Farbenblindheit verursacht. Mit der Zeit verbreitete sich diese Erbkrankheit in der isolierten Gemeinschaft und seither sehen viele der Inselbewohner die Welt in Schwarz-Weiß. Sanne de Wilde nähert sich diesem Phänomen durch eine konzeptionelle Bildauswahl, die die Augen und Gesichter verdeckt oder betont. Sie wechselt zwischen "normalen" und Schwarzweiß-Aufnahmen, nutzt Infrarotbilder und ließ Farbblinde ihre Schwarzweiß-Fotos farbig ausmalen.
Nadine Preiß, Oliver Rausch, Markus Schaden, Damian Zimmermann und Wolfgang Zurborn besprechen dieses mehrfach ausgezeichnete Buch lobend, weisen aber auch auf Schwachstellen hin.


Das Fotobuch-Quartett: “Morgenland” von Elger Esser from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

Das Fotobuch-Quartett stellt dieses Mal "Morgenland" des Becher-Schülers Elger Esser vor. Dabei lassen Nadine Preiß, Oliver Rausch, Markus Schaden, Damian Zimmermann und Wolfgang Zurborn kaum ein gutes Haar an der Arbeit und kritisieren unter anderem den Eskapismus und die Überhöhung des nostalgischen Kitsches.


Das Fotobuch-Quartett: "Der Riss" von Carlos Spottorno und Guillermo Abril from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

In dieser Folge des Fotobuch-Quartetts besprechen und diskutieren Nadine Preiß, Oliver Rausch, Markus Schaden, Damian Zimmermann und Wolfgang Zurborn die fotografische Graphic Novel "Der Riss" des spanischen Fotografen Carlos Spottono und seines Journalistenkollegen Guillermi Abril. Es ist ein Buch über die europäische Flüchtlingskrise der vergangenen Jahre - außergewöhnlich verpackt und erzählt. Die beiden haben mit dem Band viel Aufmerksamkeit bekommen, doch im Fotobuch-Quartett sind nicht alle Teilnehmer so begeistert von der Arbeit ...



Das Fotobuch-Quartett: “In the American West" von Richard Avedon from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

Nadine Preiß, Oliver Rausch, Markus Schaden, Damian Zimmermann und Wolfgang Zurborn besprechen den Fotobuch-Klassiker "In the American West" von Richard Avedon.


Das Fotobuch-Quartett: "Evidence" von Mike Mandel und Larry Sultan from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

Bei diesem Fotobuch-Quartett besprechen Frank Dürrach, Wolfgang Zurborn, Oliver Rausch und Thekla Ehling den Fotobuch-Klassiker "Evidence" von Mike Mandel und Larry Sultan aus dem Jahr 1977.

 

 

Das Fotobuch-Quartett: "Buzzing at the Sill" von Peter van Agtmael from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

"Buzzing at the Sill" ist eine Art inoffizielle Fortsetzung von Peter van Agtmaels Buch "Disco Night Sept11“. Es zeigt die Vereinigten Staaten, wie er sie nach seiner Heimkehr aus den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt vorgefunden hat. Das ist allerdings weniger überraschend, als es zunächst erscheint, denn van Agtmael sieht sich selbst nicht als Kriegsfotograf, sondern als Amerika-Fotograf – sein Buch ist somit eine Art emotionale Bestandsaufnahme einer Nation nach zwei sinnlosen Kriegen und wie sie mit ihrer eigenen, nicht immer ruhmreichen Geschichte umgeht.
Auf den Sofas diskutieren Thekla Ehling, Wolfgang Zurborn, Frank Dürrach und Oliver Rausch das im Kehrer-Verlag erschienene Buch.


Das Fotobuch-Quartett: "Santa Barbara Return Jobs Back to US" von Alejandro Cartagena from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

Alejandro Cartagena ist ein junger Fotokünstler aus Mexiko. Zu seinen frühen Werken zählt etwa "Carpoolers" über Arbeitspendler auf Ladeflächen von Pick-ups. Sein Buch "Santa Barbara Return Jobs Back to US" kommt in einem auffälligen Samtcover mit Goldschrift, aber gedruckt auf sehr dünnem Papier daher und ist eine subjektive, distanzierte, dunkle Wahrnehmung der kalifornischen Stadt als Mischung aus visuellem Tage- und Notizbuch. Ein faszinierendes Werk, das dem Betrachter viel abverlangt und ihn auch nach mehrfachem Durchsichten etwas ratlos zurücklässt.
Renate Gruber, Markus Schaden, Frank Dürrach, Damian Zimmermann und Wolfgang Zurborn teilen ihre Eindrücke und urteilen über die Umsetzung des Projekts - und sind sich dabei natürlich mal wieder nicht einig.

 

 

Das Fotobuch-Quartett: “City Diaries” von Peter Bialobrzeski from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

Das Fotobuch-Quartett+ hat dieses Mal die Grande Dame der Fotografie, Renate Gruber, zu Gast. Gemeinsam mit ihr diskutieren Markus Schaden, Frank Dürrach, Wolfgang Zurborn und Damian Zimmermann über die mehrbändigen "City Diaries" des Fotografen Peter Bialobrzeski. Frühere Werke wie "Lost in Transition" und "Neontigers" bestechen durch eindrucksvolles Licht, futuristische Architektur und eine auktoriale Perspektive, während diese neuen tagebuchartigen Publikationen im kleinen Format zumindest teilweise mit seinem bisherigen Stil brechen.
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Photoszene-Festivals 2016 im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) statt und wurde von Foto.TV aufgezeichnet.

 

 

Das Fotobuch-Quartett: "Asylum of the Birds” von Roger Ballen from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

Das Fotobuch-Quartett+ ist erneut zu Gast im "Forum für Fotografie" in Köln und diskutiert über das Buch „Asylum of the Birds“ des südafrikanischen Fotografen Roger Ballen. Dafür hat der 1950 in New York geborene studierte Geologe und Psychologe in einem Slum fotografiert, in dem Menschen mit zahlreichen Tieren, hauptsächlich Vögeln, zusammenleben. Allerdings sind es keine Reportagefotos, sondern groteske bühnenhafte Inszenierungen.
Da sich dieses Buch doch sehr von den bisherigen Arbeiten Ballens unterscheidet und es gleichzeitig eine logische Fortführung seines bisherigen Werkes ist, beziehen Damian Zimmermann, Oliver Rausch, Frank Dürrach, Wolfgang Zurborn und Markus Schaden hier explizit diese frühen Arbeiten in die Diskussion mit ein. Sie sind sich dabei einig, dass „Asylum of the Birds“ nicht das stärkste Buch Ballens ist und es in gewisser Weise eine Zurückentwicklung bedeutet.



Das Fotobuch-Quartett: “Vater, Sohn und der Krieg" von Tom Licht from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

In dieser Folge des Fotobuch-Quartett+ gehen Markus Schaden, Wolfgang Zurborn, Frank Dürrach, Damian Zimmermann und Oliver Rausch dem Buch "Vater, Sohn und der Krieg" (Kehrer Verlag) von Tom Licht auf den Grund und analysieren dabei sehr genau die Bildsprache und die Dramaturgie dieses 8000 Kilometer langen Road-Trips von Deutschland nach Moskau auf den Spuren des im Zweiten Weltkriegs gefallenen Großvaters.

Das Buch des 1972 geborenen Tom Licht nutzt dabei mehrere Erzählebenen: Zum einen gibt es eine Art fotografisches Reisetagebuch mit Porträts von Tom Lichts Vater und es gibt den Blick zurück anhand von zwei Briefen aus dem Krieg und alten Familienfotos. Die dritte Ebene zeigt uns menschenleere Landschaftsfotos, Kriegsdenkmäler und zerstörte Häuser.

 

 

Das Fotobuch-Quartett: "Margret - Chronik einer Affäre" von Nicole Delmes und Susanne Zander from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

Das Fotobuch-Quartett+ ist zu Gast in der Michael-Horbach-Stiftung und hat sich dafür erstmals auch Verstärkung geholt: Neben Frank Dürrach, Damian Zimmermann, Wolfgang Zurborn und Oliver Rausch bespricht und prüft auch die WDR-Moderatorin Claudia Dichter vier Fotobücher auf Herz und Nieren. Das zweite Buch ist "Margret - Chronik einer Affäre. Mai 1969 bis Dezember 1970".

Die Fotos wurden bei einer Wohnungsauflösung in einem Aktenkoffer gefunden und sie dokumentieren den Verlauf einer Affäre zwischen der Sekretärin Margret S. und ihrem Chef, dem Baustoffhändler Günter K. aus Köln. Der hat seine Geliebte nicht nur fotografiert, sondern auch alle möglichen Dokumente wie Fahrkarten, Hotel- und Restaurantrechnungen gesammelt und auf Notiz- und Kalenderblättern Details von den pikanten Treffen festgehalten.

Für die Diskussionsrunde liegt die Kraft des Buches in der betont nüchternen und zugleich obsessiven, authentischen Dokumentation dieser Leidenschaft und dass es zugleich wie ein Sittengemälde der späten 1960er Jahre funktioniert. Die Fotografien selbst sind zwar nur Amateurfotos (die ersten noch in Schwarzweiß, danach in Farbe), aber sie zeigen eindrucksvoll den Verlauf der Affäre und den Wandel im Umgang der beiden miteinander.

 

 

Das Fotobuch-Quartett: "The Epilogue" von Laia Abril from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

Das Fotobuch-Quartett+ ist zu Gast in der Michael-Horbach-Stiftung und hat sich dafür erstmals auch Verstärkung geholt: Neben Frank Dürrach, Damian Zimmermann, Wolfgang Zurborn und Oliver Rausch bespricht und prüft auch die WDR-Moderatorin Claudia Dichter vier Fotobücher auf Herz und Nieren. Das erste Buch ist das vielfach ausgezeichnete "The Epilogue" von Laia Abril.

Darin erzählt die Spanierin die Geschichte der Familie Robinson, die ihre Tochter Cammy mit 26 Jahren an den Folgen ihrer Bulimie-Sucht verloren hat. Sie vermischt eigenes Bildmaterial mit Familienfotos und zahlreichen abfotografierten Dokumenten und Interviews, die sie geführt hat.

Alle Beteiligten loben die außergewöhnliche Gestaltung und Präsentation des Buches mit seinen zahlreichen Ebenen und grafischen Lösungen. Kritisch sehen Oliver Rausch und Frank Dürrach allerdings die verwendeten Bilder, die ihrer Meinung nach langweilig und belanglos sind.

Claudia Dichter und Wolfgang Zurborn sehen allerdings gerade durch die Zusammenstellung und die Befragung des Erinnerungsmaterials die Stärke des Buches, und für Damian Zimmermann ist "The Epilogue" schlichtweg eines der besten Bücher 2014.

 

 

Der Fotobuch-Salon 4: "Waffenruhe" von Michael Schmidt from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

Im vierten und letzten Teil des Fotobuch-Salons, der im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) im Rahmen des Photoszene-Festivals 2014 stattgefunden hat, besprechen Markus Schaden (Schaden.com), Frank Dürrach (Fotoakademie-Koeln), Damian Zimmermann (Photoszene), Wolfgang Zurborn (Lichtblick School) und Oliver Rausch (Fotoakademie-Koeln) "Waffenruhe" des im Mai 2014 verstorbenen Berliner Fotografen Michael Schmidt. Das Buch ist 1988 erschienen und gilt heute als Klassiker, der sich mit der geteilten Stadt Berlin beschäftigt.

Wolfgang Zurborn und Markus Schaden unterstreichen die Bedeutung des Buches als Schmidts subjektives Statement über den Zustand seiner Stadt innerhalb der deutschen Dokumentarfotografie, geben aber auch zu, dass sie sich anfangs schwer mit den Bildern getan haben. Oliver Rausch und Damian Zimmermann finden das Buch hingegen unerträglich langweilig, mitunter schlecht fotografiert und dass es zudem voller Klischees sei. Frank Dürrach unterstreicht allerdings die stilistische Pionierleistung von Michael Schmidt.

 

 

Der Fotobuch-Salon 3: "Antibodies" von Antoine D'Agata from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

Film Nummer 3 unseres Fotobuch-Salons: Dieses Mal besprechen Markus Schaden (Schaden.com), Frank Dürrach (Fotoakademie-Koeln), Damian Zimmermann (Photoszene Köln), Wolfgang Zurborn (Lichtblick School) und Oliver Rausch (Fotoakademie-Koeln) das Buch "Antibodies" des Magnum-Fotografen Antoine D'Agata.
Das Buch ist eine eindrucksvolle Quintessenz seines Schaffens. Dafür hat D’Agata mehrere Serien zu einem schweren, schwarzen Fotobuch-Block zusammengefasst und dabei auch berücksichtigt, was zunächst nicht unbedingt dazu gehören würde: Fotos von bewaffneten Auseinandersetzungen in Palästina, aber auch Architekturaufnahmen von den Unorten unserer Städte sowie Bauruinen, Wohnbaracken und Schlafstätten in Slums.
Obwohl alle fünf Teilnehmer das sehr düstere Buch grundsätzlich loben, entwickelt sich im Laufe der Diskussion doch auch Kritik. Frank Dürrach vertritt beispielsweise die Meinung, dass d'Agata sich überwiegend der Bildsprache anderer Künstler und Fotografen wie Francis Bacon, Anders Petersen, Christer Strömholm und Daido Moriyama bedient hat. Für Wolfgang Zurborn ist das streng konzeptionelle und serielle des Buches das größere Problem, da es dadurch einen Teil seiner ursprünglichen Kraft einbüßt.
Aufgezeichnet wurde die Sendung von FotoTV.

 

 

Der Fotobuch-Salon 2: "Whistle for the Wind" von Ryan McGinley from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

Der Fotobuch-Salon geht in die zweite Runde: Dieses Mal besprechen Markus Schaden (Schaden.com), Frank Dürrach (Fotoakademie-Koeln), Damian Zimmermann (Photoszene Köln), Wolfgang Zurborn (Lichtblick School) und Oliver Rausch (Fotoakademie-Koeln) das Buch "Whistle for the Wind" von Ryan McGinley.
Das Buch ist eine Art "Best of" des Amerikaners, der mit Aufnahmen von nackten, jungen, lebensfrohen Menschen in häufig außergewöhnlichen Kulissen und/oder Situationen von sich Reden gemacht hat. Die Diskussions-Teilnehmer betrachten und bewerten das Buch allerdings nach unterschiedlichen Kriterien - einige entdecken darin eine ganz neue erzählerische Ebene, andere finden, das Werk McGinleys verkomme darin zum belanglosen Coffee Table Book.
Aufgezeichnet wurde die Sendung von FotoTV.

Hinweis: Leider konnten wir keine Freigabe für das Zeigen der Bilder im Film bekommen. Unten seht ihr aber ein vimeo-Video, auf dem das Buch durchgeblättert wird. Neben dem, Film haben wir noch weitere Quellen verlinkt, wo ihr die Bilder betrachten könnt.

vimeo.com/71149664

 

 

Der Fotobuch-Salon 1: "Purity" von David Magnusson from Internationale Photoszene Köln on Vimeo.

Angelehnt an das legendäre „Literarische Quartett“ besprechen Damian Zimmermann (Photoszene), Markus Schaden (Schaden.com), Wolfgang Zurborn (Lichtblick School) sowie Oliver Rausch und Frank Dürrach (Fotoakademie-Koeln) das Buch "Purity" des Schweden David Magnusson, erschienen im Verlag Max Ström. Die Diskussion fand im Rahmen des Photoszene-Festivals im Museum für Angewandte Kunst statt.
Aufgezeichnet wurde die Sendung von FotoTV.