Luisa Ungar & Juana Awad Meet Deutsches Tanzarchiv Köln

Artist Meets Archive #5
Ama 5 Button Photoszene
© Juana Awad / Jaime Iregui

Luisa Ungar und Juana Awad haben an verschiedenen Projekten zusammengearbeitet, zuletzt mit einem Beitrag für die Publikation „Künste Dekolonisieren“ (2023). In ihren Arbeiten untersuchen sie, wie Geschichte(n) konstruiert werden, indem sie übersehene, ausgeschlossene oder vergessene Erzählungen sichtbar machen und Räume schaffen, in denen gesellschaftspolitische Erinnerung körperlich erfahrbar wird. Im Rahmen ihrer gemeinsamen künstlerischen Praxis forschen sie in Archiven nach Spuren, Lücken und Auslassungen und gehen den Einflüssen des Globalen Südens auf den Norden nach.

Juana Awad (Berlin) ist eine kolumbianisch-kanadische Kuratorin, Künstlerin und Forscherin mit Sitz in Berlin, die an den Schnittstellen von ästhetischer Theorie und künstlerischer Praxis arbeitet. Sie studierte Theater, Bildende Kunst, Semiotik und Kulturen des Kuratorischen in Toronto, London und Leipzig. Ihre Interessen liegen in dekolonialen kuratorischen Praktiken, institutionellen Prozessen und dem politischen Potenzial der Präsentation von Kunst und Kultur. Zuletzt war sie Fellow in künstlerischer Forschung am Käte Hamburger Kolleg inherit.heritage in transformation der Humboldt-Universität zu Berlin mit ihrem Projekt Transcultural Heritage: Curating Time-based Arts, the Werkstatt der Kulturen and the Making of the Postmigrant Nation. Derzeit ist sie Gastdozentin für Zeitbezogene Medien und Performance am Institut Kunst der Universität der Künste Berlin.

Luisa Ungar (Bogotá) ist eine multidisziplinär arbeitende Künstlerin, Forscherin und Pädagogin. Sie experimentiert mit Strategien, die koloniale Strukturen in unseren Lern- und Kommunikationsweisen sichtbar machen. In ihrer Methodik Rehearsed Spontaneity untersucht sie die Verschiebung spezifischer Narrative mithilfe performativer Mittel. Prozess, Partizipation und kollektives Gedächtnis sind zentrale Elemente ihrer Praxis. Zuletzt war sie Gastprofessorin am Institut für Zeitbezogene Medien und Performance an der HBK Braunschweig. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im MHKA (Antwerpen), im Spring Workshop (Hong Kong), bei Ar/Ge Kunst (Bozen), in der Tensta Konsthall (Stockholm) sowie auf der Liverpool Bienniale, der Mercosul Bienniale (Brasilien) und der BienalSur (Argentinien) gezeigt.

Deutsches Tanzarchiv Köln

Das Deutsche Tanzarchiv Köln ist ein international vernetztes Zentrum für Information, Dokumentation und Forschung im Bereich Tanz und zählt mit seinen einzigartigen Beständen zu den bedeutendsten Archiven der Tanzkunst weltweit. Seine herausragende Fotosammlung versammelt Originalabzüge namhafter Künstler:innen wie Hugo Erfurth, Germaine Krull, Albert Renger-Patzsch oder Umbo. Darüber hinaus beherbergt sie umfangreiche Archive renommierter Tanz- und Ballettfotograf:innen. Ergänzt wird der Bestand durch thematische Teilarchive und Sonderbestände – sowie eine beeindruckende Sammlung von rund 3.000 historischen Fotopostkarten. Auch in mehr als 600 Nachlässen und Sammlungen finden sich zahlreiche Fotografien, die die Geschichte der Tanzkunst wie auch ihre bildkünstlerische Interpretation durch das Medium Fotografie lebendig werden lassen.

Ausstellungen werden meist nur in ihrer fertigen Form erlebt – selten bekommt das Publikum Einblick in den kreativen Entstehungsprozess. Dies will das Deutsche Tanzarchiv Köln mit einem außergewöhnlichen Format ändern: Im Rahmen von Artist Meets Archive #5 öffnet das Archiv seinen Ausstellungsraum als „Open Lab“. Zum Photoszene-Festival 2027 soll vier Wochen lang hier der Entwicklungsprozess einer Ausstellung öffentlich sichtbar und erlebbar gemacht werden. Den Abschluss dieses offenen Experiments bildet die Ausstellungseröffnung, die zeitgleich mit der Finissage des Festivals stattfindet. Anschließend wird die Ausstellung 10 Monate lang im Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln gezeigt.


Deutsches Tanzarchiv Köln
Im Mediapark 7
50670 Köln
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